DORA Compliance
Von der Gap-Analyse bis zur Prüfungsbegleitung. Seit dem 17. Januar 2025 ist DORA verbindlich — und die BaFin handelt: Über 600 gemeldete IKT-Vorfälle, laufende §44-Sonderprüfungen und im Q3 2025 das erste DORA-Bußgeldverfahren wegen unzureichender IKT-Drittpartei-Dokumentation. Der neue IDW-Prüfungsstandard EPS 528 definiert, wie Abschlussprüfer Ihre DORA-Compliance bewerten. Wir machen Ihr Unternehmen prüfungssicher — über alle fünf DORA-Säulen hinweg, auf Basis unserer ISO 27001-zertifizierten Methodik und jahrelanger BAIT/MaRisk-Erfahrung im Finanzsektor.
- ✓Vollständige DORA Gap-Analyse gegen alle 5 Säulen mit priorisiertem Maßnahmenplan
- ✓ICT-Risikomanagement und Incident-Reporting nach BaFin-Anforderungen und RTS/ITS Level-2-Standards
- ✓Drittparteien-Informationsregister und Konzentrationsrisiko-Analyse (Einreichungsfrist: 30.03.2026)
- ✓Prüfungsvorbereitung für IDW EPS 528, §44-Sonderprüfungen und interne Revision
- ✓TLPT-Begleitung nach TIBER-EU für systemrelevante Institute
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1 Jahr DORA: Die Schonfrist ist vorbei — die BaFin prüft
Warum ADVISORI für DORA Compliance
- ISO 27001-zertifiziert — unsere eigene Informationssicherheit genügt den höchsten Standards, die wir bei unseren Kunden implementieren
- Tiefe Erfahrung aus BAIT, MaRisk, KAIT, VAIT und ZAIT — DORA baut auf diesen Frameworks auf, und wir kennen jedes davon aus jahrelanger Praxis bei Banken und Versicherungen
- Spezialisiertes DORA-Team mit eigenem Readiness-Check, zweitägigem Schulungsprogramm (dora.advisori.de) und Erfahrung aus über 30 DORA-Projekten
- KI-Plattform Synthara AI Studio für automatisierte Compliance-Dokumentation, Informationsregister-Pflege und kontinuierliches Monitoring
- Praxiserfahrung bei Banken, Versicherungen, KVGen, Zahlungsinstituten und Wertpapierinstituten aller Größenklassen — vom Fintech bis zur Großbank
- Kenntnis der RTS/ITS Level-2-Standards und enger Austausch mit Prüfern, die nach IDW EPS 528 und §44 KWG prüfen
ADVISORI in Zahlen
11+
Jahre Erfahrung
120+
Mitarbeiter
520+
Projekte
Wir verfolgen einen strukturierten, aber pragmatischen Ansatz. Kein Overengineering, keine Papier-Compliance — sondern Resilienz, die im Tagesgeschäft funktioniert, jeder BaFin-Prüfung standhält und den RTS/ITS-Anforderungen der ESAs entspricht.
Unsere Methodik: 5 Phasen zur nachhaltigen DORA Compliance
Assessment
Systematische Ist-Analyse Ihrer IKT-Governance gegen alle DORA-Anforderungen und RTS/ITS. Benchmark gegen KPMG-Branchenreifegrad, Identifikation regulatorischer Gaps und Quick Wins.
Output: Gap-Report, Reifegrad-Scoring, priorisierte Roadmap.
Design
Konzeption der erforderlichen Frameworks, Prozesse und Rollenmodelle. Einrichtung des IKT-Risikomanagers, Definition von Meldeketten nach DORA-Fristen (4h/72h/1M), Aufbau des Informationsregisters.
Output: Framework-Dokumentation, Prozesslandkarte, Rollenmodell.
Implementierung
Schrittweise Umsetzung mit minimalem Einfluss auf den laufenden Betrieb. Integration in bestehende ISMS-, BCM- und Outsourcing-Strukturen. Migration bestehender BAIT/MaRisk-Nachweise in die DORA-Systematik.
Output: Implementierte Prozesse, befülltes Informationsregister, Schulungsnachweise.
Operationalisierung
Verankerung im Tagesgeschäft mit KPI-Tracking, automatisiertem Monitoring und regelmäßigen Resilienz-Übungen. Denn DORA ist kein Projekt — es ist ein Dauerzustand.
Output: KPI-Dashboard, Übungsprotokolle, Quartals-Reporting.
Prüfungsvorbereitung
Gezielte Vorbereitung auf IDW EPS 528-Prüfungen, §44-Sonderprüfungen und interne Revisionen. Dokumentation, Nachweisführung, Dry Runs und Interview-Coaching.
Output: Prüfungs-Readiness-Report, Dokumentationsmatrix, Dry-Run-Protokoll.
Unsere Dienstleistungen
Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für Ihre digitale Transformation
DORA Readiness Assessment
Wo stehen Sie wirklich? Unser Readiness Assessment bewertet Ihre aktuelle IKT-Governance systematisch gegen alle DORA-Anforderungen und die 13 RTS/2 ITS der ESAs — von ICT-Risikomanagement über Incident Reporting bis zum Drittparteien-Register. Sie erhalten einen detaillierten Gap-Report mit priorisiertem Maßnahmenplan, Aufwandsschätzung und Zeitplan. Unternehmen mit bestehendem ISMS (z.B. ISO 27001) haben erfahrungsgemäß bereits 40–60 % der Anforderungen abgedeckt. Deliverables: Gap-Report, Reifegrad-Scoring pro DORA-Säule, Management-Präsentation, priorisierte Roadmap.
- Prüfung aller 5 DORA-Säulen und RTS/ITS gegen Ihre bestehenden Strukturen
- Gap-Report mit Risikobewertung, Priorisierung und Aufwandsschätzung
- Management-taugliche Ergebnispräsentation für Vorstand und Aufsichtsrat
- Benchmarking gegen KPMG-Branchenreifegrad und aktuelle BaFin-Erwartungen
ICT-Risikomanagement Framework
DORA Art. 5–16 verlangt ein umfassendes IKT-Risikomanagement-Framework — deutlich über das hinaus, was BAIT und MaRisk bisher forderten. Die zugehörigen RTS konkretisieren Anforderungen an Risikotaxonomie, Schutzmaßnahmen, Erkennungsmechanismen und Wiederherstellungsstrategien. Wir konzipieren und implementieren dieses Framework passgenau für Ihre Organisation, inklusive der neuen Rolle des IKT-Risikomanagers. Deliverables: IKT-Risikorahmenwerk, Risikotaxonomie, Rollenmodell, Prozessdokumentation.
- Aufbau einer DORA-konformen IKT-Risikotaxonomie und -bewertungsmethodik
- Definition und Besetzung der IKT-Risikomanager-Funktion nach DORA Art. 6(4)
- Integration in bestehendes ISMS (ISO 27001), BCM und operationelles Risikomanagement
- Ableitung von Schutz-, Erkennungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen nach RTS-Vorgaben
Incident Management & BaFin-Reporting
Seit Januar 2025 hat die BaFin über 600 schwerwiegende IKT-Vorfälle registriert — und prüft explizit, ob dokumentierte Incident-Response-Prozesse existieren und regelmäßig geübt werden. DORA definiert klare Meldefristen: Erstmeldung innerhalb von 4 Stunden, Zwischenbericht nach 72 Stunden, Abschlussbericht nach 1 Monat. Wir implementieren ein vollständiges Incident-Management-System inklusive Tabletop-Übungen. Deliverables: Incident-Response-Playbook, Meldeketten-Dokumentation, BaFin-Reporting-Templates, Übungsprogramm.
- Klassifikationsschema für IKT-Vorfälle nach DORA Art. 17–23 und zugehörigem RTS
- Meldeketten und Eskalationswege mit den DORA-Fristen (4h / 72h / 1 Monat)
- BaFin-MVP-Reporting-Integration und Prozessautomatisierung
- Incident-Response-Übungsprogramm (Tabletop Exercises, Simulationen, Lessons Learned)
Third-Party Risk Management & Informationsregister
Das Management von IKT-Drittparteien ist laut Branchenumfragen die größte DORA-Herausforderung — 75 % der kritischen Auslagerungsdienstleister stammen aus Drittstaaten. DORA verlangt ein vollständiges Informationsregister über alle vertraglichen Vereinbarungen mit IKT-Drittdienstleistern. Die nächste BaFin-Einreichungsfrist ist der 30. März 2026. Im Q3 2025 wurde das erste Bußgeld wegen unzureichender Drittpartei-Dokumentation verhängt. Deliverables: BaFin-konformes Informationsregister, Konzentrationsrisiko-Report, Exit-Strategien, Monitoring-Prozess.
- Aufbau des BaFin-konformen Informationsregisters (Einreichungsfrist: 30.03.2026)
- Konzentrationsrisiko-Analyse und Substituierbarkeits-Bewertung kritischer Provider
- Exit-Strategien und Notfallpläne für kritische IKT-Dienstleister
- Laufende Überwachung und Risikobewertung des Drittparteien-Portfolios
TLPT & Resilience Testing
DORA Art. 24–27 fordert regelmäßiges Testing der digitalen operationellen Resilienz — für systemrelevante Institute einschließlich Threat-Led Penetration Testing (TLPT) nach dem TIBER-EU-Framework, mindestens alle 3 Jahre. Wir planen und begleiten Ihre Testprogramme: von Vulnerability Assessments über szenariobasierte Tests bis zum vollständigen TLPT mit qualifizierten Red-Team-Providern. Deliverables: Teststrategie, TLPT-Scope-Definition, Provider-Auswahl, Testbegleitung, Maßnahmen-Tracking.
- Testplanung und -strategie nach DORA Art. 24–27 und zugehörigem RTS
- TLPT-Begleitung nach TIBER-EU/TIBER-DE-Framework
- Koordination mit qualifizierten Threat-Intelligence- und Red-Team-Providern
- Ableitung, Priorisierung und Nachverfolgung von Maßnahmen aus Testergebnissen
DORA-Prüfungsvorbereitung & Audit-Begleitung
Die BaFin hat DORA als Prüfungsschwerpunkt angekündigt, und der IDW-Standard EPS 528 definiert erstmals, wie Abschlussprüfer die DORA-Compliance bewerten. Dazu kommen §44 KWG-Sonderprüfungen mit DORA-Fokus, die bereits laufen. Wir bereiten Sie gezielt vor: Dokumentation, Nachweisführung, Dry Runs und Begleitung während der Prüfung. Ab 2026 gilt die Kulanz für Erstjahres-Mängel nicht mehr. Deliverables: Prüfungs-Readiness-Report, Dokumentationsmatrix, Dry-Run-Protokoll, Prüfungsbegleitung.
- Vorbereitung auf IDW EPS 528-Prüfungen und §44 KWG-Sonderprüfungen
- Dokumentationsmatrix: Zuordnung aller DORA-Anforderungen zu Ihren Nachweisen
- Dry Runs mit realistischen Prüfungsszenarien und Interviewvorbereitung
- Begleitung während der Prüfung als fachlicher Sparringspartner
Unsere Kompetenzen im Bereich DORA Compliance
Wählen Sie den passenden Bereich für Ihre Anforderungen
DORA Audit Readiness bedeutet: strukturierte Vorbereitung auf BaFin-Prüfungen mit lückenloser Dokumentation, belastbaren Evidenzen und einem erprobten Mock-Audit-Prozess. Wir begleiten Sie von der Gap-Analyse bis zur Prüfung — damit keine Feststellung Sie überrascht.
Die Implementierung wirksamer Kontrollen ist entscheidend für die Einhaltung der DORA-Vorschriften. Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung, Umsetzung und Überwachung effektiver Kontrollmechanismen, die Ihre digitale operationelle Resilienz stärken.
Die DORA-Verordnung stellt umfangreiche Dokumentationsanforderungen an Finanzunternehmen – von IKT-Richtlinien über Policies bis zum Informationsregister. Wir unterstützen Sie beim Aufbau eines vollständigen Dokumentationsframeworks, das alle regulatorischen Nachweispflichten erfüllt und Prüfungen standhält.
Das Digital Operational Resilience Act (DORA) erfordert eine strategische und strukturierte Herangehensweise für eine erfolgreiche Implementierung. Wir entwickeln maßgeschneiderte Implementation Frameworks, die regulatorische Anforderungen mit operativer Exzellenz verbinden und Ihre Organisation optimal auf die DORA-Compliance vorbereiten.
Etablieren Sie wirksame Überwachungssysteme und Berichtsprozesse, um die DORA-Compliance kontinuierlich zu sichern und Meldepflichten effizient zu erfüllen.
DORA Art. 13 und Art. 5 verpflichten Finanzunternehmen zu rollenspezifischen IKT-Schulungen – vom Vorstand bis zum einzelnen Mitarbeiter. Wir entwickeln Ihr maßgeschneidertes DORA-Schulungskonzept, das Compliance-Anforderungen erfüllt und BaFin-Prüfungen standh ält.
Weitere Leistungen in Regulatory Compliance Management
Häufig gestellte Fragen zur DORA Compliance
Für wen gilt DORA?
DORA gilt für nahezu den gesamten regulierten Finanzsektor der EU: Kreditinstitute, Versicherungen, Rückversicherer, Wertpapierfirmen, Zahlungsdienstleister, E-Geld-Institute, Kryptowerte-Dienstleister (MiCAR), Zentralverwahrer und zentrale Gegenparteien — insgesamt
21 Kategorien von Finanzunternehmen. Auch kritische IKT-Drittdienstleister (z.B. Cloud-Provider, Rechenzentren), die Dienstleistungen für diese Unternehmen erbringen, fallen unter das EU-weite Oversight-Framework. Mit dem Finanzmarktdigitalisierungsgesetz (FinmadiG) hat Deutschland den Anwendungsbereich national noch erweitert — auch Unternehmen, die bisher nicht unter KRITIS fielen, können jetzt betroffen sein. Kleinstunternehmen unterliegen einem vereinfachten Rahmen (Art. 16), sind aber nicht ausgenommen.
Ab wann wird DORA geprüft — und wie?
DORA ist seit dem 17. Januar
2025 verbindlich anzuwenden — und die BaFin prüft bereits aktiv. Im Dezember
2025 informierte die BaFin über 4.500 Teilnehmer in einem virtuellen Event über ihre Erwartungshaltung. Erste §44-Sonderprüfungen mit DORA-Schwerpunkt haben bereits stattgefunden, und im Q
3 2025 wurde das erste DORA-bezogene Bußgeldverfahren eingeleitet. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) finalisiert den Prüfungsstandard EPS 528, der festlegt, wie Abschlussprüfer die DORA-Compliance bewerten. Für das Prüfungsjahr
2025 gibt es Erleichterungen für Mängel, die bis Jahresende behoben wurden — ab
2026 gilt diese Kulanz nicht mehr.
Was ist das DORA-Informationsregister?
Das Informationsregister (Art. 28(3)) ist eine zentrale DORA-Anforderung: Finanzunternehmen müssen ein vollständiges Verzeichnis aller vertraglichen Vereinbarungen mit IKT-Drittdienstleistern führen und der BaFin zur Verfügung stellen. Die nächste Einreichungsfrist ist der 30. März 2026. Die BaFin hat im Februar
2026 eigene Workshops zur Einreichung veranstaltet und die technischen Anforderungen über die MVP-Plattform konkretisiert. Das Register muss unter anderem Angaben zur Art der Dienstleistung, zur Kritikalität, zu Subunternehmen, zu Datenspeicherorten und zu vertraglichen Ausstiegsmöglichkeiten enthalten. KPMG empfiehlt Low-Code-basierte Lösungen für die laufende Pflege.
Was ist der Unterschied zwischen DORA und NIS2?
DORA ist sektorspezifisch für den Finanzsektor und geht in mehreren Bereichen deutlich über NIS 2 hinaus: strengere Anforderungen an das ICT-Risikomanagement, verpflichtende Threat-Led Penetration Tests (TLPT), ein detailliertes Drittparteien-Regulierungsregime mit Informationsregister und ein EU-weites Oversight-Framework für kritische IKT-Provider. NIS 2 gilt branchenübergreifend. Für Finanzunternehmen hat DORA Vorrang (lex specialis gemäß Art.
4 NIS2-Richtlinie) — die NIS2-Anforderungen gelten nur ergänzend, soweit DORA sie nicht bereits abdeckt. In der Praxis bedeutet das: Finanzunternehmen müssen DORA vollständig umsetzen, bei NIS 2 reicht eine Gap-Analyse auf die verbleibenden Anforderungen.
Welche Sanktionen drohen bei DORA-Verstößen?
DORA und das deutsche FinmadiG sehen ein mehrstufiges Sanktionsregime vor. Für IKT-Drittanbieter, die unter das EU-Oversight fallen, können Zwangsgelder bis zu
1 % des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes verhängt werden — täglich, bis die Compliance hergestellt ist. Das FinmadiG definiert für Finanzunternehmen Ordnungswidrigkeitstatbestände mit Bußgeldern bis zu
5 Mio. EUR. Im Q
3 2025 hat die BaFin ihr erstes DORA-bezogenes Verfahren eingeleitet — wegen unzureichender IKT-Drittpartei-Risikodokumentation. Zusätzlich drohen aufsichtsrechtliche Maßnahmen: Anordnungen, öffentliche Bekanntmachungen und im Extremfall der Entzug der Geschäftserlaubnis.
Was kostet DORA Compliance?
Die Kosten hängen stark vom Reifegrad Ihrer bestehenden IKT-Governance ab. Unternehmen mit einem etablierten ISMS (z.B. ISO 27001) und funktionierenden BAIT/MaRisk-Prozessen haben erfahrungsgemäß bereits 40–60 % der DORA-Anforderungen abgedeckt. Der zusätzliche Aufwand konzentriert sich dann auf das Informationsregister, das formalisierte Incident Reporting nach den neuen RTS-Meldefristen und das erweiterte Resilience Testing. Für eine belastbare Aufwandsschätzung empfehlen wir ein initiales Readiness Assessment — daraus ergibt sich ein konkreter, priorisierter Maßnahmenplan mit realistischer Budgetplanung. Bei Unternehmen ohne BAIT/MaRisk-Basis ist der Aufwand entsprechend höher.
Warum ist das Third-Party Risk Management die größte Herausforderung?
Eine Branchenumfrage des IT-Finanzmagazins zeigt: Das Management von IKT-Drittparteien liegt mit deutlichem Abstand auf Platz
1 der DORA-Herausforderungen. Der Grund ist die extreme Heterogenität der Abhängigkeiten:
75 % der kritischen Auslagerungsdienstleister stammen aus Drittstaaten. Finanzunternehmen müssen begründen können, warum sie bestimmte Anbieter für kritische Funktionen einsetzen, die Substituierbarkeit bewerten und tragfähige Exit-Szenarien vorhalten. Die europäische Benennung kritischer IKT-Drittanbieter durch die ESAs wird erwartet und könnte zusätzliche Anforderungen auslösen. Das erste BaFin-Bußgeld betraf genau diesen Bereich.
Was sind die RTS/ITS und warum sind sie wichtig?
Die europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, ESMA, EIOPA) haben
13 technische Regulierungsstandards (RTS) und
2 technische Durchführungsstandards (ITS) erlassen, die DORA auf Level
2 konkretisieren. Diese Standards definieren im Detail, wie z.B. das IKT-Risikomanagement-Framework aufzubauen ist, welche Informationen das Drittparteien-Register enthalten muss, wie IKT-Vorfälle zu klassifizieren und zu melden sind und welche Anforderungen an TLPT gelten. Die RTS/ITS sind unmittelbar anwendbar und verbindlich — sie sind keine Leitlinien, sondern geltendes EU-Recht. Unternehmen, die nur die DORA-Verordnung selbst lesen, übersehen wesentliche operative Anforderungen.
Was ist TLPT und wer muss es durchführen?
Threat-Led Penetration Testing (TLPT) nach Art. 26–27 DORA ist die anspruchsvollste Testanforderung: Systemrelevante Finanzunternehmen müssen mindestens alle
3 Jahre bedrohungsgeleitete Penetrationstests nach dem TIBER-EU-Framework durchführen lassen. TLPT geht weit über klassische Pentests hinaus — es simuliert reale Angriffsszenarien auf Basis aktueller Threat Intelligence und testet People, Processes und Technology. Die Tests müssen von qualifizierten externen Red-Team-Providern durchgeführt und von der BaFin genehmigt werden. Für die erste TLPT-Welle ab
2025 gelten Übergangsregelungen; ab
2026 ist mit einer Ausweitung des Adressatenkreises zu rechnen.
Was regelt das FinmadiG?
Das Finanzmarktdigitalisierungsgesetz (FinmadiG) ist das deutsche Umsetzungsgesetz, das DORA national flankiert. Es benennt die BaFin als zuständige Aufsichtsbehörde, definiert nationale Bußgeldtatbestände (bis zu
5 Mio. EUR für Ordnungswidrigkeiten), erweitert den Anwendungsbereich über die EU-Verordnung hinaus und passt bestehende Gesetze (KWG, VAG, ZAG, WpIG) an die DORA-Anforderungen an. FinmadiG harmonisiert außerdem das Zusammenspiel von DORA mit den bestehenden deutschen Aufsichtsrahmenwerken BAIT, KAIT, VAIT und ZAIT, die perspektivisch in DORA aufgehen werden.
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